No-Carb: Mit diesen Beschwerden reagiert der Körper

Dass einseitige Ernährung (und damit sind auch verschiedene Diäten gemeint) Körper und Geist mehr schaden als Gutes tun, sollte ja bekannt sein. Eine der aktuell beliebtesten Ernährungsweisen zum Abnehmen oder um das Gewicht zu halten ist Low-Carb. Wer den Erfolg auf die Spitze treiben will, reduziert nicht nur den Anteil der Kohlenhydrate, sondern verzichtet in der No-Carb-Variante sogar komplett darauf. Doch das birgt Gefahren: Der Körper braucht sie als Energielieferanten!

Das sind die sechs Warnzeichen

Folgende Beschwerden können auftreten, wenn man zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt:

  1. Verdauungsstörungen: Ballaststoffe, die in vor allem in gesunden Kohlenhydraten stecken, regen die Darmtätigkeit an und verhindern Blähungen und Verstopfung. Außerdem beugen sie Krankheiten wie Adipositas und Bluthochdruck vor.
  2. Kein Antrieb: Kohlenhydrate liefern Energie, die wir zum Sporteln brauchen. Ist der Tank aber leer, greift der Körper auf Proteine zurück, die wir allerdings für Aufbau und Funktion unserer Muskeln brauchen. Das heißt, unsere Kraft geht uns nicht nur schneller aus, sondern auch die Muskeln können sich beim Training nicht aufbauen.
  3. Hunger & schlechte Laune: Um die Produktion des Glückshormons Serotonin anzukurbeln, brauchen wir Kohlenhydrate. Sind keine vorhanden, sinkt die Laune – und verstärkt auch noch den Heißhunger auf ungesundes Zeug.
  4. Konzentrationsstörungen: Während der Verdauung werden Kohlenhydrate in Glucose umgewandelt, die unser Gehirn braucht, um ordentlich arbeiten zu können.
  5. Kopfschmerzen: Wer häufig an Kopfschmerzen leidet, sollte seinen Speiseplan nach der Ursache durchforsten. Sind zu wenig Kohlenhydrate drauf, kann das da die Wurzel des Übels liegen. Denn ein niedriger Blutzuckerspiegel kann das Leiden begünstigen.
  6. Mundgeruch: Bekommt der Körper nicht genügend (also weniger als 30 Gramm/Tag) Kohlenhydrate, verbrennt er mehr Fett, um Energie zu erzeugen. Bei diesem Prozess (der eigentlich gut fürs Abnehmen ist) werden allerdings Ketonkörper (chemische Verbindungen) freigesetzt, die über den Atem ausgeschieden werden.

Was tun?

Weil sie sich schnell an den Hüften ansetzen, raten ErnährungsexpertInnen vor allem von kohlenhydrat-haltigen Abendmahlzeiten (nach 17 Uhr) ab. Warum? Ganz einfach: Um die konsumierten Kohlenhydrate abzubauen, produziert die Bauchspeicheldrüse Insulin, welches den Blutzuckerspiegel schwanken lässt und so die Fettverbrennung gehemmt wird. Doch, es gibt auch gute Kohlenhydrate, die man abends ohne schlechtes Gewissen genießen darf. Sie machen satt, sorgen aber nicht für zusätzliche Fettpölsterchen. Dazu zählen Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen, Vollkornnudeln, parboiled Reis (am besten kalt), Salate und Gemüse, Knäckebrot, Bulgur, Pumpernickel, Sojamilch, Milch & Naturjoghurt, Topfen, Käse und Nüsse sowie Gemüsesäfte.

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Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 13.01.2021