Weltcupstrecken in Salzburg : Auf den Spuren der Stars

Saalbach Hinterglemm: Die WM-Piste

In Saalbach Hinterglemm kann man nicht nur eine Weltcup-, sondern auch eine WM-Piste befahren. 1991 fand in der Region die legendäre „Sonnen-Weltmeisterschaft“ statt, zudem erhielt man den Zuschlag für das Großereignis 2025. Ausgetragen werden die Rennen am Zwölferkogel – und der hat es vor allem für „Otto Normalskifahrer“ in sich. Vom Startpunkt an der Bergstation der Zwölferkogelbahn führt die Abfahrtsstrecke 3,6 Kilometer hinab ins Tal. An ihrer steilsten Stelle, dem berüchtigten Osthang, hat die Piste ein Gefälle von 72 Prozent. Auch die verschiedenen Stufen, über die die Weltcupfahrer bis zu 40 Meter weit fliegen, verlangen einiges an Können. Tipp: Ungeübte Skifahrer sollten die schwarzen Pisten der Schneekristallstrecke meiden.

Zauchensee: Die Streif der Damen

Seit 1990 werden Damen-Speedbewerbe im Salzburger Skigebiet Zauchensee ausgetragen. Die Abfahrtsstrecke (Bild) führt vom Gamskogel durch das Kälberloch abwärts zur Weltcuparena und gilt als eine der spektakulärsten und technisch anspruchsvollsten im Weltcup. Den Start erreicht man am Ende der Schwarzwandbahn über einen Schrägaufzug. Von hier aus erhält man einen Eindruck, wie es sich wohl anfühlt, auf dem extrem steilen Starthang in fünf Sekunden auf über 100 km/h zu beschleunigen. Nicht umsonst wird die Strecke „Streif der Damen“ genannt. Tipp: Scharfe Kanten sind auf dieser Piste Pflicht, da die Weltcupstrecke härter als normal präparierte Pisten ist. Das gilt besonders für die Tage unmittelbar vor und nach dem Rennen.

Flachau: Hermann Maier-Strecke

Der „Herminator“ feierte seine großen Erfolge zwar in Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf, in seiner Heimatgemeinde Flachau ist allerdings die Slalom-Weltcupstrecke nach dem Olympiasieger benannt. Jährlich fiebern über 10.000 Fans mit, wenn die Damen-Skielite um den Sieg im Nachtrennen fightet. Wer den Hang selbst einmal befahren möchte, nimmt die 6er-Sesselbahn Star Jet 1 und hält nach Piste Nummer 1 Ausschau. Von Hermann Maier gibt´s zudem einen Tipp: „Diese Strecke ist wirklich abwechslungsreich. Zuerst anspruchsvoll, dann etwas flacher. Und wenn man einmal von ganz oben bis in den Ort durchhält, bekommt man einen Eindruck, wie es den Weltcup- Fahrern geht – dann brennen die Oberschenkel ordentlich.“

Autor: Sandra Eder, 06.01.2021