Der Electric Love-Mitbegründer im Karrieretalk: Manuel Reifenauer

Meine Ausbildung: Tourismuskaufmann und Radiomoderator

Meine Tätigkeit in kurzen Worten: Festivalmanagement, Festivalmarketing, Artist Booking, Geschäftsführung der Revolution Event GmbH.

So habe ich mein Talent erkannt: Ich glaube, ich habe ein Talent dafür, Musik einschätzen zu können sprich zu erkennen, wie erfolgreich ein Song oder Interpret wird. Als Kind habe ich stundenlang Musik gehört und festgestellt, dass meine Lieblingssongs geraume Zeit später oft Nummer 1 in den Charts waren.

Darauf bin ich stolz: Auf das Konglomerat aus kreativen, individuellen sowie verantwortungsbewussten und erfahrenen Menschen in unserem Team. Aber auch auf alle Auszeichnungen, die unser „Baby“ Electric Love bekommen hat, zum Beispiel 2017 die Prämierung als drittbestes elektronisches Festival weltweit (DJ-Charts.de).

ELF-CEO Manuel Reifenauer | Credit: Manuel Reifenauer

Beruflich gesehen die wichtigste Entscheidung meines Lebens: Meinen Job beim Radio aufzugeben und mit meinen Partnern Thomas und Tim alles auf die "Festivalkarte" zu setzen.

Meine größte Hürde: Bis Corona waren das die finanziellen Herausforderungen der Anfangsjahre. Wir haben wohl etwas töricht, ohne auch nur einen Cent Eigenkapital ein internationales Ausrufezeichen setzen wollen und zum Beispiel David Guetta um die Gage in Höhe eines Einfamilienhauses verpflichtet. Das Ergebnis waren Schulden in Millionenhöhe. Wir haben uns dann Leute geholt, die besser rechnen können und seit 2016 verdient Electric Love auch Geld. In der Kurzversion klingt das spannend, das war es damals aber nicht. Ich persönlich habe mich dafür geschämt, dass wir Rechnungen nicht bezahlen konnten und wir in gewisser Weise ein Versagen einräumen mussten. Diese Hürde war aber auch eine sehr wichtige Erfahrung für uns, die uns jetzt wohl um einiges demütiger sein lässt.

Mein Erfolgsgeheimnis: Leidenschaft und Spaß! Alle, die an den Produkten „Electric Love“ oder auch „Shutdown Festival“ arbeiten, lieben es! Für mich persönlich gibt es nichts Größeres, als an einem lauen Sommerabend rund um den Salzburgring tausende Menschen vor unseren Bühnen zu beobachten. Ich denke, wenn du etwas magst, machst du es ziemlich sicher besser!

Mein Rat an mein 15-jähriges Ich: Ich bereue nichts! Also würde ich sagen: „Cool, mach weiter!"

Berufswunsch als Kind: Irgendetwas zwischen DJ, Fußballprofi und Zahnarzt. Je älter ich geworden bin, desto klarer wurde mir, dass es etwas mit elektronischer Musik werden wird. Ich habe den Gedanken, Veranstaltungen zu machen schon immer gemocht!

 

Autor: Weekend Online, 13.01.2021