300 Jahre Weingut Nobert Bauer

Das Weingut in Jetzelsdorf besteht seit 1721 und ist in 11. Generation in den Händen der Familie Bauer. „Als Rotweinspezialist aus dem Weinviertel hat man immer noch etwas Erklärungsbedarf“, schmunzelt Winzer Norbert Bauer, der das Weingut im Pulkautal gemeinsam mit Ehefrau Gisela und Sohn Wilfried führt. Die 90 Hektar Rebfläche teilt sich auf über 100 Einzellagen auf. „Jede Lage hat ihre Besonderheiten, die wir in Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail herausarbeiten“, erzählt Jungwinzer Willy Bauer über Schatzberg, Gerichtsberg, Haidberg, Diermannsee, Retzer Parapluiberg und Himmeltau.

Jubiläumsfeier am 26. Oktober

Kompromisslose Qualität, Innovationsfreude und Traditionsbewusstsein stehen im Fokus der leidenschaftlichen Winzerfamilie. „Bei uns geht nicht nur am Etikett die goldene Sonne auf, die Wärme und Energie spüren wir täglich in der bereichernden Zusammenarbeit als großer Familienbetrieb“, outet sich Winzerin Gisela Bauer als leidenschaftlicher Familienmensch. Die Jubiläumsfeier findet am 300. Tag des Jahres statt: Am 26. Oktober wird das 300jährige Bestehen zelebriert. Weitere Termine im Jubiläumsjahr sind am 10. und 11. April die Weintour im Weinviertel sowie am 19. Juni „Wilde Weine“ am Weingut mit Sonnwendfeuer und einer Fahrt zu den wichtigsten Einzellagen.

Weinviertel mit Rotweinpotential

„Wir sind mehr als Grüner Veltliner“, betont Norbert Bauer, dessen Herz für seine Rotweine schlägt. Diese fühlen sich in den Jetzelsdorfer und Haugsdorfer Weingärten, die reich an Licht, Wärme und fruchtbaren Lössböden sind, besonders wohl. Norbert Bauer empfiehlt die Rotweincuvée Schatzberg Reserve 2016 und den Blaufränkisch Ried Gerichtsberg 2018. „Zwei Weine, die zum gallischen Jetzelsdorf passen und das Rotweinpotential des Weinviertels zeigen“, schmunzelt der Winzer. Die Lieblingsweine von Wilfried Bauer, der am 13. April an der Schlossquadrat-Trophy im Gergely’s, Wien teilnimmt, sind aktuell der Grüner Veltliner Reserve 2018 vom Retzer Stein und der Riesling Diermannsee.

Autor: Andi Dirnberger, 09.02.2021