"Safe Service": 120 Klagenfurter Betriebe lernen

Die Megatrends Sicherheit,, Service, Vorsorge und Digitalisierung haben vor allem in der Tourismusbranche 2021 einen höheren Stellenwert denn je. Daher hat sich der Tourismusverband Klagenfurt zu einem innovativen Schritt entschieden: Im Rahmen des "Safe Service"-Projekts werden MitarbeiterInnen von Gastronomiebetrieben, Hotels, Handel und Freizeiteinrichtungen in Sachen behördliche COVID-Vorgaben, Hygienevorschriften und Sicherheitsabstände geschult. Erfolgreich geschulte Betriebe dürfen sich über ein Zertifikat freuen, das MitarbeiterInnen und Gästen gleichermaßen Sicherheit vermitteln soll. Die Lern-App sowie das "Safe Service"-Präventionsprogramm wurde vom Innsbrucker Digitalisierungsunternehmen duftner.digital entwickelt und in Tirol bereits gemeinsam mit 500 Betrieben erfolgreich eingesetzt.

Maßgeschneidert für Klagenfurt

Für die Kärntner Landeshauptstadt bietet "Safe Service" vier maßgeschneiderte Trainings: für Hotels, Pensionen und Privatvermieter, für Gastronomiebetriebe, für Freizeiteinrichtungen – und für den Handel. Die Lerninhalte sind in Häppchen aufbereitet, mit Bildern, Videos und Podcasts. Das Online-Training kann jederzeit unterbrochen werden und funktioniert auch offline. Sobald ein Betrieb 100 Prozent Lernfortschritt erreicht hat, bekommt er Zertifikate und Werbemittel, die ihn als "Safe Service" zertifizierten Betrieb ausweisen.

Start mit 120 Betrieben

In Klagenfurt nutzen neben dem Tourismusverband selbst in der Startphase 120 Betriebe die "Safe Service"-Vorbereitung. Namhafte Unternehmen wie u.a "Das Wörthersee Seepark Resort", "Der Sandwirth", "Hotel Porcia", "Goldener Brunnen", "Gasthaus im Landhaushof", "Gasthaus zum Augustin" und Freizeitbetriebe wie die "Wörthersee Schifffahrt" sind dabei. "Wir gehen davon aus, dass sich die Tourismuslage im Laufe des Jahres wieder entspannen wird und nutzen die Lockdown-Zeit, um perfekt vorbereitet in die Saison starten zu können", erklärt Johannes Striedinger vom Hotel & Restaurant Dermuth. "Die App haben wir schon getestet. Die Bedienung ist sehr nutzerfreundlich und die Lerninhalte sind so aufbereitet, dass man sich auch komplexe Vorschriften leicht merkt."

Setzen auf die "Safe Service"-App | Credit: Helge Bauer

Erste "Safe Service"-Region Österreichs

Der Tourismusverband Klagenfurt am Wörthersee hat sich für "Safe Service" entschieden, weil diese Initiative direkt bei den Mitarbeitern mit Gästekontakt ansetzt. "Außerdem werden Sicherheit und Digitalisierung Zukunftsthemen bleiben, und zwar für Jahre", sind sich TVB-Vorsitzender Adi Kulterer und Geschäftsführer Helmuth Micheler einig. Er ergänzt: "Wir sind stolz, gleich 120 Betriebe mitzunehmen und somit die erste gesamtzertifizierte 'Safe Service'-Region Österreichs zu sein. Das wird ein Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu anderen Tourismusdestinationen sein." Wirtschaftsreferent Markus Geiger: "Das Einkaufserlebnis gehört zum Urlaub dazu, deshalb schulen wir auch den Handel. Gut ausgebildete Mitarbeiter im Bereich COVID sind für Einheimische aber natürlich ebenfalls von Vorteil und geben Sicherheit beim Shopping-Erlebnis."

Unkompliziertes Werkzeug

"Der heimische Tourismus wird nur an alte Erfolge anknüpfen können, wenn unsere Betriebe und deren Mitarbeiter sich bestmöglich auf die aktuellen Rahmenbedingungen anpassen", bekräftigt WKO Spartengeschäftsführer Wolfgang Kuttnig. "Durch das Projekt 'Safe Service' gibt man den Beteiligten ein unkompliziertes und wirksames Werkzeug in die Hand."

Klagenfurt als Modellregion

Die "Safe Service"-Initiative wurde vom Innsbrucker Digitalisierungsunternehmen duftner.digital initiiert und wird ständig weiterentwickelt und aktualisiert. duftner.digital hat über zehn Jahre Erfahrung im Mobile Learning. "Klagenfurt macht es goldrichtig", sagt Dieter Duftner, Gründer und CEO von duftner.digital. "Die Region hat eine Vorbildwirkung für andere Tourismusdestinationen in Österreich und kann in Bezug auf sichere Vorbereitung als Tourismus-Modellregion für den gesamten DACH-Raum fungieren."

Auch Sie möchten mit Ihrem Betrieb an dem Projekt teilnehmen und für mehr Sichehiet sorgen? Alle Infos rund um "Safe Service" erhalten Sie hier.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 22.01.2021